Feedbackgespräch führen leicht gemacht – Do’s & Don’ts

Das Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente der Personalführung. Hier werden bedeutende Themenschwerpunkte gesetzt. Aus Sicht des Arbeitgebers kann er dem Mitarbeiter signalisieren, was gut bzw. schlecht lief und seine Kritik äußern. Der Arbeitnehmer hingegen könnte an dieser Stelle über seine Vorgesetzten grundlegend anders denken, wenn das Feedback nicht richtig an ihn herangetragen wird. Feedback kann demnach durchaus das Verhalten des Empfängers beeinflussen. Wie sieht also ein gelungenes Feedback aus? Worauf muss man achten und wie übt man eigentlich gute Kritik?

Leitfaden für ein gelungenes Feedbackgespräch.

Feedback – was ist das genau?

Die Rückübermittlung von Informationen durch den Empfänger einer Nachricht an den Sender dieser Nachricht – das ist kurz gesagt die Definition von Feedback. In der Kommunikation zwischen Menschen in der Arbeitswelt geht es aber weit darüber hinaus. Anstatt das Feedback mit rohen Informationen zu übermitteln, erhält es eine persönliche Note. Eine individuelle Einschätzung einer beobachteten Situation, wird wertfrei und konstruktiv übermittelt – was aber nicht zwangsläufig eine Wertung des Feedbacks beim Empfänger nach sich zieht.  Mimik, Gestik und der Tonfall können beim Feedback weitaus ausschlaggebender sein als der Inhalt des Feedbacks an sich. 

Wie gutes Feedback gelingt

Gutes Feedback braucht Zeit und Vorbereitung. Das Feedback sollte dabei immer konstruktiv und förderlich sein. Um der Kommunikation zwischen dem Personaler als auch Arbeitnehmer ein wenig mehr Sicherheit zu vermitteln, gibt es sogenannte Feedback-Regeln. Dabei handelt es sich um einen methodischen Ansatz, eine Art „Rahmen“, der die Rückmeldung einfacher gestalten soll. Die Rückmeldung soll schließlich dem Arbeitnehmer dabei helfen, eigene Verhaltensweisen zu reflektieren und die Wirkung auf andere besser einzuschätzen. Damit dies gelingt, ist eine ausreichende Vorbereitungszeit von Nöten. 

Darüber hinaus braucht Feedback auch immer eine bestimmte Form der Übermittlung, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Aus Sicht des Feedback-Gebers möchte man durch das Feedback die Motivation und die Lust, sich weiterzuentwickeln, beim Arbeitnehmer fördern. Feedback ist effektiver, wenn der Empfänger dafür auch aufnahmefähig ist. Schaffe also passende Umstände und eine angenehme Umgebung für ein Gespräch. Um das Feedback optimal zu timen, empfiehlt sich die Arbeit mit dem Vacationizr-Planungstool von Ashampoo Systems.

Ein konstruktives Feedback ist stets subjektiv. Aus einer Beobachtung entstehen dann erste Gedanken, die man später als Kritik in Form eines Feedbacks weiterreicht. Dabei handelt es sich um eine Beobachtung, die nicht zwangsläufig richtig sein muss. Das bedeutet, der Inhalt eines Feedbacks ist weder richtig noch falsch. Es ist die Darstellung der eigenen Wahrnehmung, wie man das Verhalten des anderen erlebt. 

Letztlich hat der Personaler keinen Einfluss darauf, wie das Feedback angenommen wird. Bringt er die entsprechenden Punkte allerdings gut rüber, kann er Missverständnisse im Voraus vermeiden. Welche Schlüsse der Arbeitnehmer aus dem Gespräch zieht, Arbeitnehmer selbst. 

Gutes Feedback bedarf ausreichend Zeit und einer konstruktiven Ausdrucksweise.

Feedbackregeln

Für ein gutes Feedback gibt es verschiedene Herangehensweisen. Zum einem gibt es die sogenannte WWW-Regel. Bei den W’s handelt es sich um Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch. Bei der Wahrnehmung geht es um eine neutrale Rekonstruierung des Sachverhaltes. Die Wirkung ist der Schritt, in dem das Feedback anfängt, subjektiver zu werden. Hier schildert der Personalverantwortliche aus subjektiver Sicht, welche Probleme aufgefallen sind. Nachdem die Wirkung beschrieben wurde, geht das Feedback in den letzten Teil über: den Wunsch. Bei diesem Abschnitt gibt es Besserungsvorschläge für die Zukunft. Persönliche Meinungen fallen dabei in den Hintergrund , da Feedback ansonsten schnell destruktiv wird. 

Eine andere Möglichkeit für Feedback ist die Sandwich-Methode. Zwischen Lob verpackt ist eine negative Rückmeldung weniger unangenehm für den Empfänger. Den Anfang machen lobende Worte, gefolgt von Kritik und im Abschluss rundet man wieder mit anerkennenden Worten ab. Jedoch wird von der Sandwich-Methode im Allgemeinen eher abgeraten. Was auf der einen Seite logisch erscheint, seine Kritik nicht einfach abzufeuern, sondern stattdessen in Watte zu verpacken, macht es für den Arbeitnehmer aber schwierig. Entweder das Lob ist entwertet und es bleibt ein allgemeiner negativer Nachgeschmack, oder die Kritik verschwimmt, da der Personaler sie nicht richtig äußert bzw. der Mitarbeiter sie nicht korrekt aufnimmt. 

Aus diesen Zeilen macht sich also bemerkbar: Feedback ist nicht gleich Kritik äußern. Es bedarf Zeit, Vorbereitung und Einstellung des Gegenübers, um es zielgerichtet einzusetzen. 

Warum gutes Feedback so wichtig ist

Ein richtiges Feedback zu geben, ist also gar nicht so leicht. Aber warum ist Feedback generell wichtig? 

Egal, ob im Privatleben oder im Beruf. Uns erwarten Tag täglich diverse Herausforderungen. Ab und an kommt es dabei schon einmal vor, dass man eine vollkommen andere Vorstellung zur Lösung hat. Obwohl man von seinem Ansatz überzeugt ist, funktioniert es nicht. Ratschläge von außen klingen dann mehr nach Vorurteilung als nach einer Hilfe. Gutes Feedback setzt genau hier an. Der Elan für die Sache soll nämlich nicht genommen, sondern umgelenkt werden.  Konstruktive Kritik in Form eines Feedbacks ist also absolut notwendig, wenn man sich verbessern möchte.

Regelmäßige Feedbackgespräche zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern wirken sich positiv auf die Leistung der Mitarbeiter aus.

Mit dem Vacationizr den Durchblick behalten

Sie planen ein Feedbackgespräch mit einem Mitarbeiter, wissen aber nicht genau, wann Sie den Termin am besten ansetzen sollen? Dann hilft Ihnen der Vacationizr von Ashampoo Systems. Mit nur wenigen Klicks den Überblick behalten. Eine einfache Bedienung zusammen mit einem übersichtlichen Design ergeben das Wohlfühlerlebnis in ihrem Terminwirrwarr. 

Das Wichtigste in Kürze

  • • Das Feedback ist eine persönliche Rückmeldung
  • • Feedback wird nur gegeben, wenn der Feedbacknehmer dafür offen ist
  • • Beim Feedback gibt es kein richtig oder falsch – sondern lediglich die persönliche Wahrnehmung
  • • Die Konsequenzen aus dem Feedbackgespräch werden vom Feedbacknehmer gezogen, er allein entscheidet sein weiteres handeln.
  • • Gutes Feedback bedarf ausreichend Zeit und einer konstruktiven Ausdrucksweise
  • • Persönliches und Kraftausdrücke sind tabu

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