Home-Office in Zeiten von Corona: 10 Tipps für produktives Arbeiten

Home-Office ist bei vielen Unternehmen ein schwieriges Thema, für Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer. Das Corona Virus mischt die Karten zurzeit allerdings neu. In einer aktuellen Umfrage zeigt sich ein klarer Trend: Von 1.000 befragten Angestellten wünschen sich 60% in einer gesundheitsgefährdenden Situation von zu Hause aus arbeiten zu dürfen.

Einige Arbeitgeber fürchten dabei um die Produktivität ihrer Angestellten. Arbeitnehmer teilen diese Sorge, da sie nun ihren Arbeitsalltag autark gestalten müssen. Wie beide Seiten effektiv vom Home-Office profitieren und wie das Arbeiten von zu Hause aus gelingt, verraten wir euch mit unseren folgenden 10 Tipps für mehr Produktivität im Home-Office. 

1. Der Freund, die Routine

Rituale sind im Home-Office genauso wichtig, wie im normalen Arbeitsalltag. Eine gute Routine hilft dabei, die Produktivität aus dem Büro mit in das Home-Office zu bringen. Die tägliche Fahrt zur Arbeit mit dem Rad macht euch wach? Dann dreht eine ähnlich große Runde morgens, um den Kopf frei zu bekommen. Ihr steht zu einer bestimmten Uhrzeit auf und startet mit einer Tasse Kaffee in den Tag? Behaltet diesen Rhythmus weiter bei. Versucht euren Alltag und die Pausenzeiten wie gewohnt einzuhalten. Das gibt euch unter der Arbeitswoche ein Gefühl der Sicherheit und erleichtert die Produktivität im Home-Office, auch wenn ihr nicht so motiviert seid.

Ein Kaffe, Wecker und Blumen neben einem Bett im Schlafzimmer. Routine als Schlüssel für Produktivität.
Es hilft, die gewohnte Routine auch im Home-Office beizubehalten, um produktiv zu bleiben.

2. Probier’s mal ohne Gemütlichkeit

Klar, zu Hause ist es am Schönsten. Und wohlfühlen soll man sich auch, wenn man arbeiten muss. Das beweisen auch immer mehr Unternehmen mit gemütlich eingerichteten Büros. Allerdings kann dies im eigenen Heim, in gewohnter Umgebung dazu verleiten, Produktivität zu verlieren. Das Home-Office bietet viele Vorzüge für Arbeitnehmer, wenn es um Gemütlichkeit geht. Dann kann es sich schnell so anfühlen, als wäre man wieder in den Schulferien angekommen. Versucht, diese Falle der Produktivität zu umgehen. Vermeidet am besten, im Home-Office die gleichen Klamotten wie am Wochenende auf der Couch anzuziehen. Das bringt euer Gemüt in eine ähnlich träge Stimmung wie an den besagten Wochenenden. Am Ende eines Arbeitstages das Arbeitsoutfit gegen die Jogginghose zu tauschen, hilft euch dauerhaft! Denn dadurch kann euer Gehirn besser die freie Zeit tatsächlich als solche wahrnehmen und entspannen.  

Ein Laptop auf dem Sofa, neben einem Kissen und Pantoffeln auf braunem Grund. Ein ordentlicher Arbeitsplatz hilft, produktiv zu bleiben.
Auf dem Sofa mit Pantoffeln produktiv sein? Fehlanzeige! Ein ordentlicher Arbeitsplatz gehört auch ihm Home-Office dazu.

3. Ablenkungen minimieren

Je nachdem wie die Situation zu Hause gestaltet ist, ist ein Home-Office mit mehr oder weniger Ablenkungen geschmückt. Wenn Arbeitnehmer sich den Hausstand mit anderen Personen teilen, ist Ablenkung vorprogrammiert. Grenzen setzen beugt zu starke Ablenkung vor. Schaltet den Fernseher und jegliche Streaming-Dienste aus. Sanftes Radio oder Musikstreaming schaffen allerdings eine Atmosphäre im Home-Office, die nicht zwingend von der Arbeit ablenkt. Sucht euch ein separates Zimmer zum Arbeiten, falls ihr nicht alleine wohnt. Ein „Bitte nicht stören“-Schild wirkt zusätzlich Wunder und zeigt deutlich, dass Konzentration und Produktivität gefragt sind. Das minimiert die Gelegenheit eurer Mitbewohner, euch bei der Arbeit im Home-Office zu stören.   

Ein Schild, das einen Mann abbildet, der den Zugang verweigert. Ablenkungen im Home-Office können durch klare Regeln verhindert werden.
Bitte nicht im Home-Office stören! Ablenkungen können durch klare Regeln verhindert werden.

4. Arbeiten mit System

Viele Tipps für mehr Produktivität beinhalten Systeme, Listen und Tabellen. Das klingt im ersten Moment wenig spannend, wirkt aber Wunder! Wer noch nie autark arbeiten und sich organisieren musste, der wird besonders von einem guten System profitieren. Es gehört einiges an Selbstmanagement und Disziplin dazu, Arbeit in dem gleichen Umfang wie im Büro zu schaffen. Bemüht euch daher, direkt zu Beginn eine Routine zu entwickeln, die euch dabei unterstützt. Fangt mit einer einfachen To-Do-Liste an und arbeitet euch langsam vor. So werdet ihr auch langfristig eure Produktivität steigern, ohne dass der Chef euch auf die Finger guckt. 

Eine Checkliste auf einer Tafel - im Home-Office gelingt die Arbeit mit System.
Im Home-Office gelingt die Arbeit mit System. To-Do-Listen und Tabellen helfen dabei.

5. Nutzt digitale Helfer

Euer Unternehmen nutzt bereits viele digitale Tools? Dann nutzt dies vom Home-Office besonders aus! Habt ihr in der digitalen Unternehmensstruktur noch etwas nachzuholen, dann schaut euch webbasierte Tools an! Diese lassen sich leicht auch im dezentralen Team etablieren und bringen Arbeitgeber und Arbeitnehmer langfristig Vorteile. Sei es ein Kommunikationstool wie Slack, das die Absprache und Teamarbeit verbessert. Oder ein webbasierter Urlaubsplaner für Mitarbeiter, der die Abwesenheiten digital übersichtlich macht.

Ansicht eines Urlaubsplaners, in dem Home-Office eingetragen werden kann.
Home-Office oder Urlaub beantragen? In einem webbasierten Urlaubsplaner wie VACATIONIZR gibt es verschiedene Auswahloptionen!

Ist euer Unternehmen zurzeit in der Lage, den gewohnten Arbeitsalltag auch aus dem Home-Office zu führen, gehören weiterhin Urlaubsplaner und die Kommunikation mit dem Personalwesen dazu. Videokonferenzen lassen das Team auch auf Distanz zusammenrücken. Sie helfen, den Überblick über alle aktuellen Tätigkeiten und Projekte der Kollegen und Mitarbeiter zu behalten. Digitale Tools und HR Software erleichtern somit die Absprachen ungemein. Auch bei Rückkehr ins Büro unterstützt eine vorangeschrittene Digitalisierung bei den Arbeitsabläufen. Mitarbeiter, Projektteams und Arbeitgeber profitieren dabei dauerhaft von gesteigerter Produktivität. 

6. Zeit ist kostbar

Eure Zeit im Home-Office ist genauso kostbar wie im Büro. Teilt euch diese daher gut ein. Ein fester Zeitplan für verschiedene Aufgabengebiete hilft dabei, produktiv zu sein. Die bereits erwähnte Routine ermöglicht es, sich auf die Arbeit einzustellen. Aber auch im Team müssen gewisse Punkte abgesprochen und eingehalten werden. Seid pünktlich, wenn morgens das Teamupdate über die Videokonferenz geplant ist. Stehen viele Telefonate am Vormittag an? Dann plant die tiefergehende Projektarbeit lieber für den Nachmittag. Die Zeit im Home-Office wird am besten genauso genutzt, wie im Büro. Haltet euch daher an die gleichen Zeiten, die im Büro Standard sind. Fangt pünktlich an und haltet euch auch an den Feierabend. So lässt sich leichter die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit ziehen. 

Eine Sanduhr mit rotem Sand, der verrinnt. Die Zeit im Home-Office sollte gut eingeteilt werden.
Die Zeit im Home-Office sollte gut eingeteilt werden. Auch das fördert die Produktivität.

7. Kinder und Home-Office

In vielen Fällen sind die ablenkenden Mitbewohner diejenigen, die am wenigsten für die Situation können. Wenn Kinder Teil der Home-Office Situation sind, gelten besondere Regeln. Eine Routine für euch und eure Kinder hilft in diesem Falle. Eine Struktur, die klare Regeln von gemeinsamer Zeit und Arbeitszeit definiert, dient Kindern als Leitfaden. Kommuniziert außerdem im Team, dass Kinder ein Teil eures Alltags sind und sich daher auf eure Situation im Home-Office auswirken. Eine gute Absprache mit den Kollegen und auch den Kindern hilft allen Beteiligten produktiver zu sein. 

Ein Kind geht Hand in Hand mit den Eltern. Kinder und Home-Office zu vereinbaren ist eine Herausforderung. Klare Regeln helfen allen Beteiligten, sich besser zu arrangieren.
Kinder und Home-Office zu vereinbaren ist eine Herausforderung. Klare Regeln helfen allen Beteiligten, sich besser zu arrangieren.

8. Bewegung als Produktivitätskurbel

Sind wir im normalen Arbeitsalltag, bewegen wir uns viel mehr, als wir glauben. Alleine die Strecke, die wir überwinden, um von zu Hause bis ins Büro zu kommen, schenkt uns einige Schritte am Tag. Dazu kommen Meetings, Besprechungen, die Mittags- und Kaffeepausen. Selbst der Gang zum Drucker hebt uns einmal mehr aus dem Stuhl. Im Home-Office fallen fast alle dieser kleinen Bewegungsgelegenheiten weg. Doch dass unser Kreislauf und das Gehirn von stetiger Bewegung profitiert, ist kein Geheimnis. Bemüht euch daher, Bewegung fest in euren Home-Office Alltag zu integrieren. Nutzt Apps oder Fitnessuhren, die euch daran erinnern euch zu bewegen und zu strecken. Stellt einen Wecker in eurem Handy, falls ihr eine aufdringlichere Aufforderung benötigt. Nutzt Telefonate, um aufzustehen und ein bisschen zu gehen. Wer zu viel sitzt, tut nicht nur seinem Rücken keinen Gefallen. Euer Kopf und dadurch auch eure Produktivität profitieren von guter Blutzirkulation. Also raus aus dem Stuhl und ran ans Werk!

Eine Person, die Treppen steigt. Bewegung im Home-Office ist sehr wichtig.
Im Home-Office bewegt man sich weniger, als sonst. Treppen steigen oder eine Runde Tanzen in der Küche bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

9. Die Augen, das Tor zu guter Arbeit?

Euer Herz-Kreislauf-System ist gut in Schwung? Dann schaut doch ab und zu mal aus dem Fenster! Besonders wenn ihr ungestört im Home-Office seid, verlieren sich viele in ihren Aufgaben und schauen stundenlang auf den Bildschirm. Das überanstrengt eure Augen nicht nur, sondern kann sich langfristig auf euren Sehmuskel auswirken. Es reicht schon, alle 20 Minuten den Blick vom Bildschirm zu heben und für mindestens zwanzig Sekunden in die Ferne zu schauen. Dadurch entspannen sich eure Augenmuskeln und ihr vermeidet eine frühzeitige Erschöpfung. Auch Kopfschmerzen durch das künstliche Licht werden so vorgebeugt.

Ein Auge in Nahaufnahme.
Im Home-Office sammelt man schnell einige Stunden vor dem Bildschirm. Regelmäßig in die Ferne gucken entlastet die Augen.

10. Die Zeit allein – Zeit für mich

Nun haben wir uns um Produktivität im Job, eventuelle Ablenkungen und um den Körper gekümmert. Unser letzter Tipp beschäftigt sich mit der Zeit, die am Ende für jeden einzelnen bleibt. Besonders in dieser Ausnahmesituation sollte jeder sich Zeit für sich nehmen und auf sich achten. Alle Tipps zur Produktivität im Home-Office bringen nichts, wenn der Geist von zu viel Stress geplagt ist. Ein Spaziergang an der frischen Luft, eine Meditation, oder das Ausführen eines Hobbys zu Hause wirken dabei wahre Wunder. Vergesst also in all euren Regeln und der Routine nicht, auch Zeit für euch einzuplanen. Nur dann profitiert ihr langfristig von eurer Produktivität. 

Ein gemütlicher Tisch mit Tee und Poesiebüchern und Blumen. Hobbys und Zeit für sich selbst sind wichtig, auch im Home-Office.
Am Ende des Tages Zeit für sich selbst finden. Produktivität aus Ruhe schaffen.
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