So gelingt der Steuervorteil im Home-Office

Home-Office steuerlich geltend machen.
Homeoffice von der Steuer absetzen – so gelingt es!

Arbeitnehmer können 2020 und 2021 bis zu fünf Euro pro Tag von der Steuer absetzen. Dies gilt dem Ausgleich der entstandenen Mehrbelastungen durch das Arbeiten im Home-Office.

Durch die Covid-19 Pandemie und die damit einhergehenden Lockdown-Bestimmungen haben Millionen Menschen in Deutschland 2020, zumindest zeitweise, von zuhause gearbeitet. So waren Arbeitnehmer gezwungen, unter teils provisorischen Bedingungen, ihre Arbeit ins Home-Office zu verlegen. Dies bedeutete aber nicht nur eine Umgewöhnung des Arbeitsalltags. Vom Büro an den Küchentisch, umgeben von Haushalt und Kindern, sondern auch eine Mehrbelastung der Strom-, Wasser-, Telefon- und Heizkosten. Die Arbeit im Home-Office steuerlich geltend zu machen, war bislang aber durch einige Voraussetzungen streng reglementiert. Deshalb konnten viele nicht von einem Steuervorteil Gebrauch machen. Bleiben Steuerzahler, die im Home-Office also nicht über ein separates Arbeitszimmer verfügen auf der Strecke? Da können wir direkt beruhigen, so weit wird es nicht kommen!

Aufgrund der Tatsache, dass die wenigsten Angestellten über ein zusätzliches Arbeitszimmer verfügen, gelten in den Corona-Jahren neue Regeln. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund eine Steuerentlastung in das Jahressteuergesetz 2020 aufgenommen. Diese Home-Office-Pauschale besitzt für alle Gültigkeit.

Arbeitnehmer können 2021 bis zu fünf Euro pro Tag von der Steuer absetzen.
Arbeitnehmer können 2021 bis zu fünf Euro pro Tag von der Steuer absetzen.

Welche Regelungen gelten für die geplante Home-Office-Pauschale?

Steuerliche Regelungen sind bekannt dafür, dass sie häufig komplex und für den Otto Normalverbraucher meist unverständlich sind. Hier können wir aber versichern, dass es sich bei der Home-Office-Pauschale um eine einfache steuerliche Regelung handelt. Die Home-Office-Pauschale wird in die sogenannte Werbungskostenpauschale eingerechnet und nicht zusätzlich gewährt. Pro Home-Office-Tag lassen sich so bis zu 5 Euro von der Steuer absetzen. Der Maximalbetrag ist auf 600 Euro beschränkt, wodurch man auf eine Maximalanzahl von 120 Home-Office-Tage kommt. Hierfür eignet sich optimal der Vacationizr und unser Zeiterfassung Tool Clockout! Mit dem Vacationizr lassen sich die Tage, die man im Home-Office arbeitet ganz einfach eintragen und Clockout ermöglicht es diese dann als übersichtliches Reporting zu exportieren.

Trotz der einfachen und unbürokratischen Handhabung gilt es auch bei der Home-Office-Pauschale einiges zu beachten. Wer z.B. mehr als 120 Tage zuhause gearbeitet hat, kann aufgrund der Regelung keinen steuerlichen Vorteil geltend machen. Da die Home-Office-Pauschale zu den Werbungskosten gezählt wird, werden für alle Steuerzahler pauschal 1.000 Euro angerechnet. Im Fazit heißt das, dass nur diejenigen, die mit ihren Werbungskosten inklusive Homeoffice-Pauschale über 1000 Euro kommen, extra entlastet werden.
Des Weiteren ist die Regelung aufgrund der Corona-Pandemie zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Somit ist sie also für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gültig. Die Regierung hofft, dass die Pandemie danach unter Kontrolle ist und die meisten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.

Wie kann man die Homeoffice-Pauschale steuerlich geltend machen?

Auch hier können wir beruhigen. Denn mit der neuen Home-Office-Pauschale, werden Arbeitnehmer nicht in komplexen Unterlagen und Bergen von Papierkram untergehen. Dennoch empfiehlt es sich eine schriftliche Bestätigung vom Arbeitgeber einzuholen, dass man tatsächlich im Home-Office gearbeitet hat. 

Das einfach nachvollziehbare Tracking des Vacationizrs eignet sich hierfür hervorragend. Arbeitgeber können schnell und effizient herausfinden, wann die Mitarbeiter ihres Unternehmens im Home-Office gearbeitet haben. Hier hören die positiven Neuerungen aber noch nicht auf, denn auch eine andere Einschränkung fällt durch die neuen Corona-Regeln weg. Bisher hat das Finanzamt die Kosten für das private Arbeitszimmer nur anerkannt, wenn ein Zimmer ausschließlich beruflich genutzt wird. Jetzt kann jeder die Home-Office-Pauschale in Anspruch nehmen. Unabhängig davon, ob man am Schreibtisch im Wohnzimmer oder mit dem Laptop am Esstisch arbeitet. Ein festes Arbeitszimmer ist also keine Voraussetzung mehr, um die Kosten geltend zu machen. Auch berufsbezogene Anschaffungen wie ein Schreibtisch, Drucker, Bürostuhl oder Laptop kann man absetzen, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht trägt.

Berufsbezogene Anschaffungen können auch von der Steuer abgesetzt werden.
Auch berufsbezogene Anschaffungen wie ein Schreibtisch, Drucker, Bürostuhl oder Laptop können nun steuerlich abgesetzt werden.

Deckelung für Strom- und Internetkosten

Mit der Homeoffice-Pauschale passt sich das Steuerrecht immer mehr an die modernen Arbeitsbedingungen an. Kosten wie beispielsweise für Strom, Telefon und Internet werden gefördert.

Auch der Vacationizr passt sich den modernen Arbeitsbedingungen an. So eignet sich das Tool nicht nur als effiziente Möglichkeit, ganz easy die Home-Office Tage zu vermerken. Mitarbeiter eines Unternehmens ermöglicht der Vacationizr auch schnell einzusehen, wer im Büro ist und wer nicht. So lassen sich, während er Pandemie optimierte Absprachen im Team führen und überflutete Büros vermeiden.

Die 1.000 Euro Pauschale wird bei der Steuerberechnung vom Einkommen für Ausgaben abgezogen, die im Zusammenhang mit dem Beruf entstehen. Dazu zählen unter anderem Fahrtkosten zur Arbeit, Arbeitskleidung oder Weiterbildungen (sogenannte Werbungskosten). Damit sinkt die Steuerlast. Wer besonders hohe Werbungskosten im Jahr hat, sodass der Pauschalbetrag überschritten wird, muss dies aber durch Nachweise geltend machen. 

Doch was gibt es noch für Arbeitnehmer zu beachten, was mit der neuen steuerlichen Regelung einhergeht?

Was bedeutet Home-Office für die Pendlerpauschale?

Wie Steuerzahlern bekannt ist, gilt es beim Steuergesetz einiges zu beachten. So auch bei der neuen Home-Office-Pauschale, vor allem hinsichtlich anderer Pauschalbeträge. Hier zeigt sich die Kehrseite der steuerlichen Entlastung. Wer Kosten fürs Home-Office geltend macht, kann nicht gleichzeitig für diese Tage auch die Pendlerpauschale geltend machen. Da bei vielen Betroffenen aufgrund der Lockdown-Regelungen der Arbeitsweg wegfällt können sie nicht mehr von der Pendlerpauschale profitieren. Das führt zu einer steuerlichen Mehrbelastung. Davon betroffen sind vor allem Arbeitnehmer, die den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Somit drohen nun tausenden Arbeitnehmern eine Steuernachzahlung. Dies soll durch die Home-Office-Pauschale ausgeglichen werden. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Home-Office-Pauschale nicht ausreicht, um Steuernachzahlungen zu vermeiden.

Kosten für Home-Office und die Pendlerpauschale können nicht gleichzeitig geltend gemacht werden.
Wer Kosten fürs Home-Office geltend macht, kann nicht gleichzeitig für diese Tage auch die Pendlerpauschale geltend machen.

Entlastung für Steuerpflichtige und Ehrenamtliche

Der Bundestag verlängerte auch die Maßnahmen der steuerlichen Entlastung von allen Steuerpflichtigen. So wird die Steuerbefreiung für Sonderzahlungen bis zu 1.500 Euro wegen besonderer Belastungen in der Krise bis Juni 2021 verlängert.

Des Weiteren steigt die steuerfreie Übungsleiterpauschale im kommenden Jahr von 2.400 Euro auf jährlich 3.000 Euro. Davon profitieren beispielsweise Jugendtrainer in Sportvereinen. Zudem bleibt eine Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten künftig bis zu 840 Euro im Jahr steuerfrei. Also nicht nur, wie derzeit, bis zu einer Grenze von 720 Euro. 

Mit der neuen Home-Office-Pauschale ergeben sich also einige Entlastungen für Steuerzahler im Jahressteuergesetz 2020 und 2021. Der Vacationizr und Clockout sind in diesem Zusammenhang Tools, die eine weitere Vereinfachung der administrativen Aufgaben für Mitarbeiter eines Unternehmens darstellt. So optimieren Sie Arbeitsprozesse und auch die Home-Office-Tage sind leichter nachvollziehbar, die Sie dann geltend machen können.

Wenn dir unsere Tipps und Tricks gefallen, hilf einem Kollegen, Geschäftspartner oder Freund weiter und teil diesen Beitrag!